Modelleisenbahnfreunde Wangen im Allgäu e.V..

Unsere Ausstellungsanlage Bahnhof Wangen

Bauzustand I (2000 - 2004)

Im Rahmen der historischen Modelleisenbahnausstellung vom 1.Dezember 2000 bis 8.Januar 2001 sollte in der Badstube Wangen unter Anderem auch eine Eisenbahnanlage zur Geschichte der Eisenbahn in Wangen ausgestellt werden. Wir als Modellbahnverein erhielten daher von der Stadt Wangen den Auftrag, eine 7,0m x 1,5m große H0-Modellbahnanlage zu erstellen, welche die Zeit der Dampflokomotiven im Wangener Bahnhof wiederspiegeln sollte. Dies war bis Anfang der 70er Jahre der Fall.

Die Anlage ist in zwei Ebenen aufgebaut, wobei der obere Teil die Gleisanlage des Wangener Bahnhofs darstellt und die beiden Strecken nach Kißlegg und Hergatz in einem Schattenbahnhof in der unteren Ebene enden.
Besonders gut gelungen sind dabei die Gebäude von Paul Heinl, er erbaute den Bahnhof, die Güterschuppen und das alte WLZ-Lagerhaus.

Nach Ende der Ausstellung ging die Anlage wider Erwarten durch Schenkung der Stadt in den Vereinsbesitz über, und seither wurde die Anlage auf verschiedenen Messen gezeigt.


aus der Schwäbischen Zeitung

Bauzustand II (2004 - 2010))

Im Jahr 2004 war es bereits soweit: Eine erste Ausbesserung der Anlage Wangen war erforderlich! Ursache hierfür waren einerseits der nicht für einen Transport der Anlage ausgelegte Landschaftsunterbau, aber ebenso auch die nicht optimale Lagerung der Anlage in einem feuchten Lagerraum. Dadurch hatten sich die mit Heißkleber verklebten Verbindungselemente des Anlagenunterbaus gelöst, so dass die Landschaft stark durchgesunken und ein Fahrbetrieb nicht mehr möglich war.

Daher wurden sowohl der Landschaftsteil im Bereich "Buch" als auch die Hügel Richtung Hergatz erneuert. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurden darüber hinaus auch die Schattenbahnhöfe erneuert, und sowohl Richtung Hergatz als auch Richtung Kißlegg neue, stabilere Gleiswendel eingebaut. Dabei wurde im Gleiswendel Kißlegg auch gleich eine Ausweichstelle integriert, so dass in dieser Richtung mehr Zugfahrten möglich sind. Aufgrund des nur 1,0m schmalen "Endstückes Hergatz" war hier jedoch keine Ausweichstelle im Gleiswendel möglich.
Wegen der häufigen Ausfälle der K-Gleis Weichenantriebe wurden alle Weichen im Bahnhofsbereich mit Servoantrieben ausgestattet. Des Weiteren wurde die Märklin Bogenweiche im Bereich des Bahnübergangs durch eine umgebaute Roco-Bogenweiche ersetzt, die einen wesentlich größeren Bogenradius aufweist. Nachteil dieser Aktion: Märklinbahner-Typisches Aufschneiden dieser Weiche führte immer wieder zu Kurzschlüssen, was diese Weiche beim Fahrdienstpersonal nicht besonders beliebt machte...

Unsere Vereinsanlage "Bahnhof Wangen" nach der Umgestaltung im Jahr 2004

Folgende Bilder wurden auf der Messe "Die Modellbahn" im MOC in München vom 05.11. - 08.11.2009 aufgenommen.
 

Beim Heimtransport der Anlage von der Messe "Die Modellbahn" im MOC brach der Rahmenunterbau an mehreren Stellen. Nachdem eine Reparatur der Schäden im Vereinsheim und später auch während der Ausstellung "20 Jahre Schwabenrunde" in der Eissporthalle in Ravensburg scheiterte, haben wir beschlossen die Anlage Bahnhof Wangen komplett neu zu bauen, da diese durch die vielen Ausstellungen auch an anderer Stelle sehr ramponiert und nicht mehr zufriedenstellend zu reparieren war. Unser Ziel war es, die Anlage stabil und Transportsicher zu bauen.
 
Ein wenig ruhmreiches Ende für eine sehr schöne Anlage...  

 

Bauzustand III (seit Aug. 2010)

Nach dem Abbruch der Anlage wurde mit Hochdruck am Neubau der Anlage "Bahnhof Wangen" gearbeitet. Zunächst wurden dazu die Gleispläne überarbeitet, so soll beispielsweise der verdeckte Bereich komplett mit C-Gleisen aufgebaut werden. Des Weiteren wurde der Bahnhofsbereich auf Basis einiger Zeichnungen und Fotos überarbeitet und ein 6. Gleis eingeplant. Auf der Strecke nach Kißlegg entfiel außerdem die ungeliebte Roco-Bogenweiche, statt dessen liegt die Trasse nun näher am vorderen Anlagenrand.
Lediglich ein Punkt wurde nicht eingeplant: Der Einbau einer Ausweichstelle in den "Gleiswendel Hergatz".


Gleisplan für den Neubau des Bahnhofs Wangen

Ende Oktober 2010 war der Rahmen komplett  fertig und die ersten Gleise waren bereits verlegt. Beide Schattenbahnhöfe sind fertig aufgebaut und verkabelt. Im rechten Anlagensegment (Buch) war dank tatkräftiger Unterstützung von Karl-Heinz und Thomas der Gleiswendel fast fertiggestellt.

In Woche 45 hatten wir den linken Gleiswendel fertiggestellt und im Bahnhofsbereich die ersten Gleise verlegt. Die Gleise im sichtbaren Bereich wurden dieses mal mit der Airbrush-Pistole farblich behandelt. Das Bahnhofsgebäude und der Schuppen wurden von Paul nochmals überarbeitet und teilweise ausgebessert.

Bei den Probefahrten im Dezember 2010 zeigte sich ein gravierendes Problem mit dem Gleiswendel Hergatz: Da die Rahmensegmente höher als bei der Version 2 der Anlage ausfielen, musste hier die Steigung steiler werden. Aber nun neigen lange Züge am Berg zum Schleudern und kommen nicht mehr zuverlässig den Gleiswendel hoch. Hier musste also ein zusätzlicher Schienenring in den Gleiswendel eingebaut werden. Also: Nochmals ca. 2,8m mehr unterirdisches Gleis.


Hans-Willi beim "Altern" der Gleise!

Anfang Januar 2011 begannen die Anschlussarbeiten im Bereich der Elektronik, wie z.B. Decoder und Bahnstromeinspeisungen usw.! Die Weichen im Schattenbahnhof waren bereits angeschlossen und funktionierten super, und über die Märklin Central Station 2 kann man jetzt auch Fahrstraßen einstellen.

Bild links: Teil des späteren Bahnhofs, mit Sicht in die Schattenbahnhöfe.
Bild rechts: Rechtes Segment, vorne Bahnübergang Ravensburger Straße, Praßbergstraße und Fußweg zum Ulrich Rösch Weg.

 
 Bahnübergang Ravensburger Straße
teilweise mit gespachtelter Straße!
 

Ralf und Karl-Heinz beim "Arbeiten" überrascht.   

Gestern, am 01.03.2011, haben Michael und Benedikt fast alle Servos für die Weichenantriebe eingebaut, so dass diese jetzt angeschlossen werden können. Karl-Heinz und Armin hatten das letzte "offene" Teil der Landschaft geschlossen: d.h. die beiden haben die Brücke über der Immelmannstraße eingebaut und die dazugehörenden Mauern gesetzt. Somit können wir nun bei der Landschaftsgestaltung Vollgas geben, denn bis Dortmund ist nicht mehr viel Zeit.

 

Beim Bau hatten wir die Idee, einen Bauernhof auf der Anlage zu integrieren. Es passt ja zu uns, denn schließlich gibt es im Allgäu jede Menge davon. Also platzierten wir diesen links vorne als Blickfang. Auch dürfen die schönen braunen Kühe nicht fehlen, diese grasen oben auf einer Wiese unweit einer kleinen Kapelle.

Hier sehen sie unsere neue Anlage auf der Intermodellbau 2011 in Dortmund.  

 

Bauzustand IIIa (seit Apr. 2012)

Auf der Messe in Dortmund sowie bei den Ausstellungen bei der Firma Noch und in Ravensburg zeigte sich ein Problem mit der Anlage Wangen: Durch den zusätzlichen Schienenring im Gleiswendel Hergatz dauert es einfach zu lange, um einen Zug aus dem Bahnhof Wangen aus- und den Gegenzug einfahren zu lassen. Hier ist dringend Abhilfe nötig.
Des Weiteren sind zur besseren Anbindung an die bestehende Vereinsanlage, sowie für die geplante Anbindung über den Bahndamm zum Bahnhof Hergatz eine optimierte Streckenführung erforderlich.

Aus diesen Gründen wurde im April 2012 mit dem Neubau des bisher 1,0m x 1,5m großen Endstückes Hergatz begonnen. Das neue Endstück ist mit 1,2m x 1,5m nur geringfügig größer, erlaubt aber den Einbau einer Ausweichstelle im Gleiswendel und somit eine dichtere Zugfolge Richtung Hergatz/Lindau.
Außerdem wird bei der Anbindung zur Vereinsanlage ein Gleisdreieck integriert, wodurch Züge von BF Wangen zur Vereinsanlage auch über die Bergstrecke und Brücke zum Hauptbahnhof der Vereinsanlage fahren können. Durch diesen Wechsel der Durchfahrtsrichtung durch den Hauptbahnhof müssen die Züge im weiteren Streckenverlauf auch noch die Paradestrecke passieren, was vor Allem beim jungen Publikum gut ankommt.


Änderungen am Endstück Hergatz

 

In KW29/2012 sind die Gleis- und Elektroarbeiten im neuen Endstück Hergatz endlich abgeschlossen, und somit kann die Anlage Wangen für Probefahrten wieder aufgebaut und mit der Vereinsanlage verbunden werden. Nach Abschluss der Probefahrten wird dieses Segment zur weiteren Ausgestaltung voraussichtlich nächste Woche von der Technikgruppe an die Landschaftsbauer übergeben.
Anfang Dezember 2012 war es endlich soweit: Die letzte Lücke in der Landschaft ist geschlossen, und der neu gebaute Hügel erstrahlt in frischem Grün. Auch die Kühe können endlich wieder auf ihre geliebte Weide bei der Kapelle.